
Was tun, wenn der Hund zu dünn ist?
Die meisten Hunde sind normalgewichtig oder sogar ein bisschen mollig, denn Hunde fressen im Allgemeinen gern. Nur was tun, wenn man ein Exemplar hat, das sich eben nichts aus Fressen macht, eher mäkelig isst und deshalb kein Gramm Speck auf den Rippen hat?
Vielleicht war der Hund ja auch krank, hat dabei Gewicht verloren und soll jetzt wieder aufgepäppelt werden? Oder er ist schon etwas älter und tut sich mit dem Fressen schwer? Auch Hündinnen sind nach Absetzen der Welpen oft regelrecht ausgemergelt, können gar nicht so viel Futter aufnehmen, um schnell wieder an Substanz zu gewinnen.
Mit einigen kleinen Tricks kann man die schmalen Hemdchen wunderbar wieder auffüttern:
Nudeln mit Butter
Kohlenhydrate in Verbindung mit Fett ist ein regelrechter Kalorien-Booster. Jeder Mensch mit Leidenschaft für Schokolade oder Pommes und dem Wunsch, einige Kilo zu verlieren weiß, was gemeint ist
. Nudeln mit Butter kann man auch wunderbar unter das normale Hundefutter heben.
Tipp: Die Nudeln matschig kochen, dann werden sie besser vertragen und der Hund bekommt keine Blähungen. Die Butter-Menge nicht zu hoch wählen. Für einen Hund mit normalerweise 30 kg nimmt man 2-4 Esslöffel. Die Butter gibt man zu den Nudeln, solang diese noch warm sind, dann schmilzt sie schön drüber. Die Nudeln sollten einen leichten Butterfilm haben, aber nicht total mit Fett zugeklebt sein.
Um einen Mangel an anderen Nährstoffen zu vermeiden sollte man maximal 1/3 der Futtermenge durch Nudeln mit Butter ersetzen.
Sahne
Vor allem bei Hunden, die nur mit Trockenfutter ernährt werden, ist es oft schwierig, etwas zu finden, was der Sache mehr Kalorien verleiht. Sahne ist hier eine super Methode. Am besten nimmt man H-Sahne aus dem kleinen Tetrapack. Man gießt die Sahne einfach direkt vor dem Füttern auf das Trockenfutter und rührt so lang, bis alle Trockenfutter-Bröckchen einen kleinen Sahne-Mantel haben.
Auch Hunde, die sonst mäkelig sind und ihren Napf nicht gern leer fressen sind von der Mischung meist begeistert.
Dosierung: für einen 30kg Hund ½ bis 1 Päckchen Sahne. Man sollte an den beiden folgenden Tagen auf den Stuhl des Hundes achten – wird er weich oder breiig war zu viel Sahne auf dem Futter. Dann sollte man die Sahne-Menge reduzieren oder gegebenenfalls auf eine der anderen Methoden umsteigen.
Rohes Fett
Rinderfett bekommt man günstig in Schlachtereien und es ist bestens geeignet, einem mageren Hund wieder Substanz zu verschaffen. Man schneidet das Fett einfach in Streifen oder Stückchen und verabreicht es zusammen mit dem normalen Futter. Sollte man Trockenfutter füttern, so gibt man die Fettstreifen nicht zusammen mit dem Trockenfutter. Die meisten Hunde sammeln dann nämlich nur das Fett raus und lassen das eigentliche Futter liegen. Am besten man gibt die Fettstreifen als Leckerchen zwischendurch oder beim Spazierengehen (je nach Essgewohnheiten des Hundes kann das nämlich eine ziemliche Sauerei geben, wenn er die Streifen frisst).
Schweinespeck kommt NICHT in Frage und sollte nicht verfüttert werden, da Schweinefleisch den Aujetzky-Virus tragen kann, der für Hunde innerhalb von 3 Tagen tödlich ist.
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