Auf den Hund gekommen !


 Autor Achim Blank (Rheinische Segelschule)

Autor Achim Blank (Rheinische Segelschule)

 

Seit über 30 Jahren bilde ich den Bereich Wassersport aus, vom Sportbootführerschein Binnen bis zum Sporthochseeschifferschein, nunmehr verselbständigt mit der Rheinischen Segelschule – Rheinischen Motorbootschule in Köln und Leverkusen.

Nie war es für mich eine Frage gewesen, einen Hund, oder besser gesagt einen Bordhund anzuschaffen. Gleichwohl hat es mich immer wieder einmal interessiert, wie das Alltägliche wohl abläuft. Sie wissen schon, das kleine und das große Geschäft, Essen und Trinken und die Seekrankheit.

Vor kurzem durfte ich unbeabsichtigt erst Zeuge, dann, aufgrund meiner Neugier, Teilnehmer eines Gespräches zwischen zwei niederländischen Bordhundebesitzern werden und nun steht auch für mich fest, der „beste Freund des Menschen“ kann, darf und muss mit, aber gesund und trainiert muss er sein.

Es sind die notwendigen und ( je nach Ausland ) gesetzlich vorgeschriebenen Impfungen durchzuführen und rechtzeitig aufzufrischen. Quarantäne-Staaten sollten gemieden werden, da es zu mehrwöchigen Trennungen kommen kann, was Frauchen und Herrchen nicht sehr gerne wollen. Eine entsprechende Krankenversicherung und Haftpflichtversicherung sind unbedingt abzuschließen.

Das Schwimmen auf Rückruf muss trainiert werden. Am besten ist es zunächst den Hund am Strand zu trainieren. Hier kann er mitgenommen werden und zunächst einmal natürlich schwimmen. Dann wir er gerufen, um zu folgen. Klappt dieses, kann der Sprung von Bord erfolgen, um dann auf Rückruf wieder an Bord genommen zu werden. Eine Hundeschwimmweste ist unbedingt erforderlich, um den guten Freund zu fassen und zu heben.

Nun wird der Bordhund zum Seehund gemacht. Das „Geschäft“ sollte im Bereich der Außenlenzvorrichtungen geübt werden. Jedesmal wenn es sich anbahnt, ist der Hund auf eine und nur diese entsprechende Stelle zu setzen. Er sucht später völlig selbständig diesen Bereich auf. Der Ort kann einfach gesäubert werden.

Ein Schwerwetter-Trocken-Training folgt. Der Hund wird mit einer Lifeline verbunden und kann sich nur in den entsprechenden Bereichen bewegen. Viel Lob ist hierbei erforderlich, insbesondere dann, wenn frau/man sich unter Deck aufhält, Hund aber nicht.

Der letzte Test ist der Fahrtentest. Die Seekrankheit befällt nahezu jeden Hund, ist aber nach einem Tag völlig ausgestanden und wird mit ganz vielen Leckereien belohnt. Ganz selten kommt es vor, dass Seekrankheiten immer wieder auftreten.

Weitere Infos unter www.rheinische-segelschule.de

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