Das Verhältnis zwischen Hund und Briefträger


Oft hört man, daß der Hund ein sehr angespanntes Verhältnis zum Briefträger oder zum Zeitungsboten hat. Doch woher kommt dieses? Liegt dies in der Natur der Sache? Kann man dies ändern?

Die Antwort ist ein ganz klares “Nein” und “Ja”, d.h. das angespannte Verhältnis liegt NICHT in der Natur der Sache und man kann es ändern bzw. selber beeinflussen.

So wird der Briefträger bzw. Zeitungsbote der Freund des Hundes:

Wichtig ist, daß man dies schon im Welpenalter trainiert bzw. die Weichen stellt. Man sollte mit dem Welpen, am besten auf dem Arm, den Briefträger und Zeitungsboten erwarten. Eine freundliche Begrüßung und ein kleiner Plausch zeigen dem Hund, daß dieser “Fremde” jemand ist der willkommen ist. Eine freundliche Kontaktaufnahme des Briefträgers zum Welpen erleichert die zukünftige Beziehung. Da auch bei Hunden die Liebe durch den Magen geht sollte man dem Briefträger bzw. Zeitungsboten für die Zukunft ein Versteck verraten in dem man ein paar Leckerchen deponiert hat. Gibt er ihm diese während er die Post bzw. Zeitung in den Briefkasten wirft, werden beide bestimmt gute Freunde – vielleicht sogar Freunde fürs Leben!

Der Briefträger bzw. Zeitungsbote kann aus Sicht des Hundes jedoch auch sehr schnell zum Feind werden.

Ist der Welpe alleine im Garten und die erste Begegnung ist die, dass er einen unifomrierten Menschen mit einer für ihn gefährlich aussehenden Tasche sieht, kann er schnell ein Feindbild assoziieren. Ängstlich muss der Welpe miterleben wie hektisch am Briefkasten geklappert wird und die normale Reaktion ist ein zaghaftes (oder auch weniger zaghaftes) Bellen. Meist ist die Arbeit des Briefträgers bzw. Zeitungsboten zeitgleich beendet und er verlässt in schnellen Schritten wieder das Grundstück. Was lernt der Hund nun? Bellen vertreibt den ungeliebten Fremden und in Zukunft wird er dies wiederholen.

In frühen Jahren wird also der Grundstein für Freundschaft oder Feindschaft gelegt.

Daher ist es wichtig, daß gerade in der Anfangszeit der Welpe “erklärt” bekommt, wer auf das Grundstück kommt. Er sollte lernen, daß dies kein ungeliebter Fremder ist. Gelingt dies können der Hund und der Briefträger bzw. Zeitungsbote Freunde fürs Leben werden.

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Kommentar

Silka Bobkiewicz | am 12. Mai 2011 um 06:36 Uhr

Ich habe eine 5jährige Shi-Tzu-Hündin.
Und Briefträger liebt sie über alles.
Weiß sie doch genau, es gibt ein Leckerli für sie.
Und sobald sie draußen das gelbe Postauto sieht,
kann sie es kaum erwarten, ihr Leckerli in Empfang
zu nehmen.
Nur ist sie traurig, wenn ihr “geliebter Postbote” mal
nicht kommt, dafür eine Vertretung und diese meine Hündin dann ignoriert und kein Leckerli für sie hat.