
Kommandos mit Hörzeichen, Sichtzeichen und Körperhaltung
Hunde sind die wundervollsten Begleiter, die man sich nur wünschen kann. Unter einer Bedingung: Die Kommunikation zwischen Mensch und Hund muss absolut stimmen und vor Allem muss sie eindeutig und unmissverständlich sein.
Hunde lernen gerne. Die gemeinsame Beschäftigung mit ihren Menschen bereiten ihnen Freude und verstärken die Mensch-Hund Beziehung. Sie müssen einfach nur verstehen, was wir von ihnen erwarten, was erlaubt ist und wo ihre Grenzen liegen.
Die Kommandos müssen absolut klar und für die Vierbeiner auch durch nonverbale Kommunikation verständlich sein.
Daher haben wir von Hundemeldungen.de hier einmal die wichtigsten Hundebefehle in Form von Hörzeichen (HZ), Sichtzeichen (SZ) und Körperhaltung (KH) zusammengefasst:
NEIN
HZ:Nein
SZ:Kopfschütteln
KH:Drohend, leicht vorne übergebeugt, körperliche Anspannung
Das NEIN ist ein absolutes Verbot, das immer besteht. Es darf also heute nichts mit NEIN verboten werden, was morgen wieder erlaubt ist. NEIN ist ein seltener Befehl und deswegen auch um so effektiver, wenn er angewendet wird. NEIN ist ein einmaliger, lauter und strenger Befehl auf die aktuelle Situation. Der einmal gegebene Befehl muss unbedingt befolgt bzw. ausgeführt werden.
KOMM
HZ:Komm und / oder Pfeifen
SZ:Auf Oberschenkel klopfen
KH:In der Hocke, Arme weit geöffnet, freundliches Lächeln
KOMM sollte immer ein Wort der Freude für den Hund sein, denn der Vierbeiner soll ja tatsächlich gerne kommen. Man sollte im Anschluss das Loben nicht vergessen! Mit Motivation und Lob erreicht man schließlich wesentlich mehr als mit Tadel und Bestrafung. Vor allem bei schüchternen und ängstlichen Hunden kann man mit Lob und Motivation ein gesundes und soziales Verhalten aufbauen. Man sollte die Kombination KOMM HIER nicht verwenden, da beide Begriffe unterschiedliche Stellenwerte haben.
SITZ
HZ:Sitz
SZ:Erhobener Zeigefinger (Finger schnippen / klatschen)
KH:Aufrecht, einen Schritt auf den Hund zu (evtl. leicht vorgebeugt)?Zeigefinger erhoben bedeutet SITZ. Ganze Hand zu Boden bewegen bedeutet PLATZ. Das Finger schnippen oder in die Hände klatschen dient dazu, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Dieser Befehl sollte auch später immer wieder mal geübt werden. Der Hund muss auch in einiger Entfernung auf Zuruf Sitz machen können. Das Weg- bzw. Zugehen erleichtern dem Hund zu unterscheiden ob er Platz oder Sitz machen soll, da dies gerne immer wieder, gerade bei jungen Hunden verwechselt wird.
PLATZ
HZ:Platz
SZ:Flache Hand nach Unten bewegen
KH:Seitlich stehend, den ganzen Körper langsam zum Boden bewegen
PLATZ dient in erster Linie der Sicherheit des Hundes, da somit auch aus weiterer Entfernung auf Zuruf Gefahren wie unerlaubte Strassenüberquerungen vermieden werden können. Auch ängstliche Fussgänger sehen hier sofort, dass man seinen Hund unter Kontrolle hat.
HIER
HZ:Hier
SZ:Zeigefinger zeigt vor dem Hundeführer zu Boden
KH:Aufrecht, einen bzw. mehrere kleine Schritte zurück
Im strengen Ton muss HIER immer absolut sein, daher dürfen keine Umwege des Hundes geduldet werden.
HIER ist die Befehlsvariante von KOMM und dient der Sicherheit des Hundes. Der Hund sitzt nach diesem Kommando vor seinem Halter ab.
FUß
HZ:Fuß
SZ:Mit linker Hand seitlich an Oberschenkel klopfen
KH:Große Schritte, ausladende Armbewegung, leicht nach vorn gebeugt
AUS
HZ:Aus
SZ:Flache Hand nach oben halten
KH:Leicht nach vorn gebeugt, zweite Hand als Ablenkung hochbewegen
Der Befehl AUS dient sowohl als Befehl zum Loslassen von Gegenständen aus dem Fang, als auch bei eventuellen Raufereien, um diese sofort zu unterbinden. AUS wird in strengem Ton gegeben und duldet keine Nachsicht.
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