Tierkommunikation – was ist das und wie funktioniert es?


Der Begriff „Tierkommunikation“ leitet vielleicht erst einmal in die Irre. Er ist nicht als Überbegriff für jegliche Formen der Kommunikation zwischen Mensch und Tier zu verstehen, sondern gebraucht sich ausschließlich für die Bezeichnung eines Gedankenaustausches.

Tierkommunikatorin Catherin Seib

Tierkommunikatorin Catherin Seib

 

In den 80er Jahren hat vor Allem die amerikanische Tierkommunikatorin Penelope Smith diesen Begriff geprägt. Sie war die Erste, die sich damit öffentlich gemacht hat, mit Tieren sprechen zu können. Aus dieser Zeit stammt die Bezeichnung „Tierkommunikation“ für den telepathischen Austausch zwischen Tier und Mensch.

Telepathisch? So ein Unsinn. So mag man anfangs denken, wenn man davon hört. Aber genau das ist es tatsächlich. Ein gedanklicher Austausch, welcher stattfinden kann, ohne dass das Tier dazu anwesend oder gar bekannt sein muss. Und es funktioniert! Es ist kein Interpretieren, Ableiten, Raten oder Aus-der-Nase-ziehen.

In meinen Augen ist es ein ganz natürlicher Vorgang, der in seiner Bewusstheit bisher nur uns westlich denkenden Nationen vorenthalten blieb. In fast allen anderen Nationen ist so etwas „normal“. Die Aboriginees z.B. nutzen diese Fähigkeit in der Kommunikation, wenn sie sich weit voneinander entfernt aufhalten oder während der Jagd.

Aus dem Stand der heutigen Wissenschaft gibt es bisher nur Ansätze einer Erklärung dieses Phänomens. Daraus resultiert die skeptische Haltung der meisten Menschen. Es ist für unsere Köpfe bisher einfach schlecht vorstellbar, dass so etwas funktionieren kann. Und was „Mensch“ nicht kennt, macht ihm erstmal Angst. Also bestreitet er, dass es wahr ist. Wer mutig ist, der bleibt neugierig und offen. Denn vor 80 Jahren hätte auch niemand glauben können, dass es so etwas wie Internet überhaupt gibt. Und wie es funktioniert kann heute trotzdem kaum jemand beschreiben.

Als Tierkommunikatorin kann ich nur aus meinen Erfahrungen sprechen, wenn ich erklären möchte, wie es geht. Auch ich stehe vor einem wissenschaftlichen Vakuum und als bodenständige Person war es das erste Mal in meinem Leben, dass ich mich auf etwas einließ, was nicht Hand und Fuß hat. Den absoluten, öffentlichen Beweis kann niemand auf Kommando erzwingen, dafür ist eine telepathische Verbindung zu fragil. Sie funktioniert tatsächlich nur, wenn man mit guter Intention und einem Klärungswillen an das Gespräch herantritt. Möchte ich durch äußeren Druck Beweise sammeln, bricht der Kontakt sofort ab. Sind aber alle Teilnehmer offen und gesprächsbereit, zeigen sich die persönlichen Beweise wie von selbst. Zum Beispiel erfühle ich Symptome im Tierkörper, die zu einer Krankheit gehören oder ich sehe, wie der Tierfreund aussieht oder das Tier verrät mir sonstige Details, die außer dem Halter niemand hätte wissen können.

Tierkommunikatorin Catherin Seib

Tierkommunikatorin Catherin Seib

Wie geht es also?

Einfach. Es ist vor Allem das: einfach. All das, was die Tierkommunikation erschwert, sind eigene Blockaden: Zweifel, Ängste, Unsicherheit. „Was, wenn ich mir das nur einbilde?“ denkt man sich anfangs. Dagegen hilft nur eins: offen bleiben, Ruhe bewahren, üben. Erfolgserlebnisse sammeln, Feedbacks einholen, zum Beispiel in Einstiegskursen (siehe http://www.tierisch-verstehen.de/tierkommunikation/tierkommunikation-seminare-und-ausbildung/einstiegskurs-tierkommunikation.html). Wenn man das Gefühl für den Kontakt kennen gelernt hat, dann geht es ab dort mit purer Übung weiter. Wie gut jemand wird, hängt nur ein bisschen mit dem Talent, viel mehr mit dem Willen zum Lernen zusammen.

Um in den Kontakt zu treten, braucht es nicht viel. Man begibt sich in einen möglichst ruhigen Zustand, erdet sich gedanklich und stellt sich das Tier vor oder wartet, bis es vor dem inneren Auge auftaucht. Ist es da, spricht man es an. So, wie man auch mit einem Menschen sprechen würde. Natürlich können Tiere kein Deutsch, aber zwischen uns gibt es eine Übersetzung, die mich die Gedanken des Tieres in Deutsch verstehen lässt, weil mein Gehirn nun mal in dieser verbalen Sprache zu denken gelernt hat. Meine Gedanken werden dem Tier genauso übermittelt.

Das Gespräch an sich verläuft ähnlich wie ein Tagtraum oder wie eine Geschichte, die man sich ausdenkt. Es ist anfangs nicht leicht, die eigenen Gedanken von den tatsächlichen Botschaften des Tieres zu unterscheiden. Je leichter man sich gedanklich abschalten kann, desto einfacher geht es. Tierkommunikation ist Übungssache! Je fremder das Übungstier ist, umso einfacher wird anfangs der Kontakt, weil man Ableitungen oder bereits vorhandenes Wissen über das Tier nicht ungewollt mit einbringen kann. Mit einem ausführlichen Feedback über diese Übungsgespräche merkt man bald, wie man tatsächlich Botschaften bekommen hat.

Tiergespräche können wunderbar zur Klärung beitragen, wenn es Mensch-Tier Probleme gibt. Typische Gründe, warum Menschen sich an mich wenden, sind: Ängstliche, traumatisierte Tiere. Kranke Tiere, für deren Krankheiten es keine Diagnosen gibt. Verhaltensauffällige Tiere. Unreitbare Pferde, beißende Hunde, einnässende Katzen. Generell gilt: Ein Gespräch bleibt ein Gespräch. Es kann wahre Wunder wirken oder Worte bleiben ungehört. Wie zwischen Menschen auch, hängt der Gesprächserfolg immer davon ab, wie kooperationsbereit die Parteien sind.

 

Gastartikel von Catherin Seib – Tierisch Verstehen
Tierkommunikatorin

www.tierisch-verstehen.de
www.facebook.com/tierisch.verstehen

Kommentar schreiben

Kommentar

Tiersalon Anna Hunke | am 24. November 2011 um 09:38 Uhr

Ein toller Artikel!
Auch wenn diese Form der Kommunikation noch oft belächelt wird sollte dieser Text einmal ernsthaft durchgelesen werden.
Wenn man neue Dinge im Leben ausprobiert und sie dann nach eigener Erkenntnis für nicht richtig empfindet, dann ist das in Ordnung. Aber zumindest sollte man sich erst einmal mit dem Thema befassen, bevor man lacht!!!
Vielleicht wird man auch eines besseren belehrt und lernt dadurch die wundervollen Möglichkeiten der Mensch-Tier-Beziehung.
Herzlichen Gruss
Anna